KreislandFrauentag 2012

Mit Vortrag „Mitten im Leben – von Notwendigem und Überflüssigem“

                          

                                                                                10.10.2012

                            

                                                              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Balingen-Roßwangen

Der  KreislandFrauentag des LandFrauenverband Zollernalb der kürzlich im Roßwanger Gemeindehaus stattfand, konnte auch dieses Jahr wieder viele Besucher verzeichnen. Er hat sich zu einer Traditionsveranstaltung entwickelt, bei der gerne auch Ehrengäste vorbeischauen.

Im Namen der Vorstandschaft des LFV Zollernalb begrüßte Katharina Stauß alle Anwesenden, darunter Juliane Vees,  die Präsidentin des LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern, Alexander Schäfer, Gauobmann des Kreisbauernverband Zollernalb, sowie Dr. Wilhelm Hornauer und Ingeborg Weckenmann vom Landratsamt Balingen.

Katharina Stauß gab einen Überblick über die Landfrauenarbeit und sprach den überdurchschnittlich guten Mitgliederzuwachs an. 52 Frauen und 3 Männer (als Fördermitglieder) haben sich im letzten Jahr dem LFV angeschlossen. War der Verband noch vor kurzem der kleinste, so kletterte er mit diesem Zuwachs und der Zahl von über 1700 Veranstaltungsbesuchern in die „Top-Ten“.

Juliane Vees informierte über das große Angebot des LFV, der vielfältige Veranstaltungen, Kurse und Seminare für alle Frauen auf dem Land  anbietet. Mitglied muss man nicht sein. Der LFV befasst sich mit den Problemen  im ländlichen Raum wie z. B. der Schließung von Schulen, dem Weggang von Ärzten und der Kinderbetreuung  mit seiner Initiative „Land braucht Leben“. Es soll der Abwanderung von jungen Familien mit Kindern entgegen getreten werden. Die LFV-Präsidentin sprach auch über die immense  Lebensmittelverschwendung, die allein in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen ausmacht. Dass so viele produzierte Lebensmittel vernichtet werden, war auch für die nachfolgenden Redner ein wichtiges Thema.

Alexander Schäfer überbrachte Grüße vom Kreisbauernverband und erläuterte die aktuelle Lage in der Landwirtschaft. Er schaute auch sorgenvoll auf den ländlichen Raum in Europa.

Eine Vorausschau auf die kommenden „Blickpunkt-Ernährung“-Veranstaltungen, bei dem es ums Brot geht, gab Ingeborg Weckenmann vom Landwirtschaftsamt in Balingen. Das neu gewählte Vorstandsteam: Katharina Stauß, Annette Riehle, Inge Lorch, Barbara Konzelmann, Elsbeth Bosch und Adelheid Kalbacher stellte sich vor der Kaffee- und Kuchenpause den Gästen vor.

Es folgte der Vortrag „Mitten im Leben – von Notwendigem und Überflüssigem“ mit Rita Reichenbach-Lachenmann. Sie verstand es hervorragend, das Thema informativ und dabei unterhaltsam zu vermitteln. „Mitten im Leben“-  ist eine Beschreibung mit doppelter Bedeutung. Entweder wird der Alltag damit definiert oder das Alter. Die Lebensmitte ist eine gefühlte Wahrnehmung, die jeder anders annimmt. Sie bietet den reichen Schatz aus Erlebtem und lässt einen dadurch gelassener und großzügiger gegenüber den Mitmenschen sein. Weil die verbleibende Zeit begrenzter wird stellt sich für junge und ältere Senioren aber zwangsläufig auch die Frage: was ist wirklich wichtig? Bei den Ausführungen der Referentin zeigte immer wieder ein zustimmendes Kopfnicken der Frauen, dass einige sich genau in den Strukturen des Alltags erkannten. Man sollte zu den eigenen Bedürfnissen stehen, eventuell ein paar der alten Gewohnheiten ablegen, Prioritäten setzen und Träume ausleben. Das lässt sich aber nur dann gut meistern, wenn man sich innerlich mit dem bisher gelebten Leben versöhnt. Ein wichtiger Aspekt für die Lebensmitte ist die Gemeinschaft. Die Referentin sprach auch über Missverständnisse, die sowohl in der Familie als auch im Freundeskreis auftreten können. Als Regel sollte gelten, die eigene Reflektion nicht außer Acht zu lassen. Vielleicht hätte man die Dinge ja auch selber besser ansprechen können.

 



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